traubenmag - no. 25

🧔🏻‍♂️ „Sandroooo" stellt die Bundesliga auf den Kopf

Hey! 🤠
Der erste Spieltag der Bundesliga ist vorbei - und was hat er Spaß gemacht! Wir blicken heute auf die Gewinner des ersten Bundesliga-Spieltags, nehmen den Hoffenheimer Senkrechtstarter Fisnik Asllani unter die Lupe und analysieren den Saisonstart der Hertha. Viel Spaß mit den Stories!

😼 Die Gewinner des 1. Bundesliga-Spieltags

Bild: AFP

FC Augsburg (gewann 1:3 in Freiburg)

Der neue Augsburger Coach Sandro Wagner hat sich für seine Bundesliga-Premiere viel vorgenommen. Auswärts beim SC Freiburg, die auch in diesem Jahr wieder ein Kandidat für die europäischen Plätze sind, sollte es eigentlich ein schwieriges Spiel für die Augsburger werden. Doch zur Halbzeitpause stand es bereits 0:3 für den FCA. Das lag nicht unbedingt an der Überdominanz des FC Augsburg, sondern vielmehr an der mangelhaften Chancenverwertung der Breisgauer. Dass Sandro Wagner plötzlich aus dem eher unauffälligen FC Augsburg eine attraktiv spielende Mannschaft macht, war nicht zu erwarten - und so kam es auch nicht. Doch ein 1:3-Auswärtserfolg in Freiburg ist mehr als ein gelungener Auftakt und könnte die Underdog-Rolle der Augsburger für diese Saison untermauern.

FC Bayern (gewann 6:0 gegen Leipzig)

Ein Sieg zum Auftakt für die Bayern war wichtig, doch das Ausmaß des Sieges konnte niemand abschätzen. Harry Kane erzielte einen lupenreinen Hattrick innerhalb von 14 Minuten, Michael Olise schoss einen Doppelpack. Der 70-Millionen-Euro-Neuzugang aus Liverpool, Luis Díaz, startete ebenfalls mit einem sehenswerten Treffer und zwei Vorlagen. Und auch Serge Gnabry spielte eine fantastische Partie und legte zwei Treffer auf. Doch neben all der offensiven Power der Bayern stoch ebenso die Innenverteidiger-Paarung aus Tah und Upamecano enorm positiv hervor. Besonders Tah kochte den Leipziger Stürmer Openda komplett ab.
Ein weiterer Lichtblick war der eingewechselte 17-jährige Lennart Karl, der ein sehr interessanter Spielertyp ist. In seiner Bundesliga-Premiere zog er oft von der rechten Außenbahn zum Tor und zeigte, was für einen linken Zauberfuß er hat. An diesem Talent wird Fußball-Deutschland noch sehr viel Spaß haben.
Nach dem ersten Spieltag ist der FC Bayern bereits Tabellenführer. Und es ist gut möglich, dass es in der gesamten Restsaison so bleiben wird.

Eintracht Frankfurt (gewann 4:1 gegen Werder Bremen)

Da sich die Eintracht im Sommer trotz des Abgangs von Hugo Ekitiké sehr gut verstärkt hat, sind sie in diesem Jahr ein Top-Favorit auf einen Champions-League-Platz. Neu sind Jonathan Burkhardt (kam für 21 Millionen Euro aus Mainz) und Ritsu Doan (kam für 21 Millionen Euro aus Freiburg). Gegen Bremen drehte die junge Frankfurter Offensive ein erstes mal richtig auf. Der 19-jährige Can Uzun schoss ein Traumtor und legte zwei weitere Tore auf. Dazu schoss Bahoya direkt einen Doppelpack. Für Bremen könnte es ein sehr schweres Jahr werden, denn die Vorzeichen stehen eher schlecht. Der einzige feste Transfer der Bremer ist der 21-jährige Belgier Samuel Mbangula, der für 10 Millionen Euro von Juventus Turin kam. Für dieses Geld hätte Werder vermutlich eher drei breiter gefächerte Transfers tätigen sollen.

TSG Hoffenheim (gewann 1:2 in Leverkusen)

Im Kraichgau bahnt sich diese Saison etwas an. Nach dem katastrophalen Beinahe-Abstieg im letzten Jahr sehen die Vorzeichen für diese Saison deutlich besser aus. Das Team wurde deutlich verjüngt, die zwei Leistungsträger Asllani und Damar kehrten von ihrer erfolgreichen Elversberg-Leihe zurück, in der Fisnik Asllani im Übrigen unglaubliche 29 Scorer auflegte.
Nun zum Spiel: Hoffenheim konnte tatsächlich ihr erstes Saisonspiel auswärts mit 1:2 in Leverkusen gewinnen und so fügten sie der erneuerten Leverkusener Mannschaft unter Erik ten Hag die erste Niederlage zu. Asllani erzielte sein erstes Tor in der Bundesliga und legte den zweiten Treffer für Tim Lemperle auf. Hoffenheim könnte in dieser Saison tatsächlich oben reinrutschen, sofern Christian Ilzer sein Team nach der Eingewöhnungszeit zu konstanter Performance bringen kann.

📌 Im Spotlight: Fisnik Asllani

Bild: IMAGO

Fisnik Asllani stürmt in dieser Saison für die TSG Hoffenheim und wird einer der absoluten Shooting-Stars der diesjährigen Bundesliga-Saison sein.
Asllani ist 1,92m großer Stürmer und wurde 2002 in Berlin als Sohn kosovarischer Eltern geboren. Er spielte zunächst in der Jugend des BFC Dynamo, bevor er mit 13 Jahren in die Jugend von Union Berlin wechselte. Dort durchlief er die U17 und später die U19. Gleichzeitig debütierte er erstmal für die U17-Auswahl des Kosovo, wechselte jedoch später in den deutschen Verband und machte neun Länderspiele für die U18 und die U20 des DFB. Profi-Länderspiele für die DFB-Auswahl werden wir von Asllani übrigens nicht mehr sehen, da er sich schließlich doch für die kosovarische Nationalmannschaft entschied.
Von Union wechselte Asllani 2020 ablösefrei in die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim. Erst drei Jahre später, im Sommer 2023, wurde er das erste mal verliehen, und zwar zu Austria Wien. Dort kam er zu 21 Einsätzen, schoss fünf Tore und gab eine Vorlage.
Im Sommer 2024 verlieh Hoffenheim ihn erneut, diesmal in die zweite Bundesliga zur SV Elversberg, wo er einschlug wie eine Rakete. In 37 Spielen machte Asllani 19 Tore und 10 Vorlagen und spielte überraschend in der Aufstiegs-Relegation, wo Elversberg nur knapp den Bundesliga-Aufstieg verpasste.
Im Sommer 2025 wurde er bereits von halb Europa gejagt und die enorm schwache Vorsaison der Hoffenheimer sorgte dafür, dass er sich nun in der Bundesliga behaupten darf. Im ersten Spiel in Leverkusen spielte er direkt in der Startelf und sorgte, wie oben schon erwähnt, für ein Tor und eine Vorlage.
Sofern die Saison für die TSG besser läuft als die vergangene, könnte man Asllani durchaus 15-20 Scorer zutrauen und damit würde er direkten Eindruck bei größeren Bundesliga-Vereinen hinterlassen. In Hoffenheim läuft sein Vertrag noch bis 2029 und er hat bereits jetzt einen Marktwert von 8 Millionen Euro. Eine starke Bundesliga-Saison könnte ihn direkt auf die 20-Millionen-Marke heben.

🌐 Hertha-Update 🌐

Bild: Uwe Anspach/dpa

Die letzten drei Ergebnisse von Hertha: 0:0, 0:0, 0:0. Darunter zumindest noch der Sieg im Elfmeterschießen im Pokal. Was wie Ergebnismanipulation klingt, könnte der Anfang der neu gewonnenen Stabilität sein oder ein weiteres Jahr ohne Aufstiegschance bedeuten. Das heutige 0:0 in Darmstadt zeigte zumindest einen deutlich besseren Auftritt der Hertha und in Darmstadt sind schon einige Top-Vereine untergegangen. In den Spielen zuvor fehlte es an herausgespielten Torchancen. Die gab es heute, und zwar nicht zu knapp - doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor.
Krattenmacher, offensiv heute der beste Herthaner, vergab erst eine riesige Chance als er den Ball nicht traf und schoss kurze Zeit später an den Pfosten. Später traf Thorsteinsson per Kopf die Latte und in der Nachspielzeit lief Reese allein auf den Darmstädter Torwart Schuhen zu, schob die Kugel jedoch knapp links am Tor vorbei.
Reese als alleinige Spitze funktionierte zumindest deutlich besser als die Doppelspitze mit Kownacki. Dieser wurde später eingewechselt, sodass Reese über den linken Flügel kommen konnte. „Vintage Fabi Reese” quasi.
Mit einem 0:0 in Darmstadt kann man durchaus leben, wären die beiden Spiele davor erfolgreicher gewesen. So steht Hertha aktuell mit lediglich zwei Punkten aus drei Spielen auf Platz 17 und hat nur noch die strauchelnden Nürnberger unter Miro Klose hinter sich. Im nächsten Heimspiel am kommenden Freitagabend gegen Elversberg muss unbedingt ein Sieg her. Und hoffentlich passiert bis dahin auch noch etwas auf der Transfer-Zugangsseite. Ein gelernter linker Schienenspieler könnte das Herthaner Spiel enorm beleben.

Coming up:

📅 4. Spieltag: Freitag, 29.08.25, 18:30 Uhr: Hertha BSC vs. SV Elversberg
⏸️ 05.09.25 - 07.09.25: Länderspielpause: DFB-Elf vs. Slowakei / Nordirland
📅 5. Spieltag: Samstag, 13.09.25, 20:30 Uhr: Hannover 96 vs. Hertha BSC
📅 6. Spieltag: Samstag, 20.09.25, 13:00 Uhr: Hertha BSC vs. SC Paderborn

Aktueller Tabellenplatz: ⬇️ 17 (Punktestand: 2)