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traubenmag - no. 21
🔨 Der Brecher ohne Baby-Face
Hey!
Wir sind endlich zurück aus der Länderspielpause und gehen rein in die Schlussphase der Saison. Heute geht es um die anstehenden Halbfinals im DFB-Pokal, den Stuttgarter Shooting-Star Nick Woltemade und unsere neu erstarkte Alte Dame. Viel Spaß mit den Stories!
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👀 Vorschau auf das DFB-Pokal-Halbfinale

Bild: Getty Images
In der kommenden Woche stehen die Halbfinals im allseits geliebten DFB-Pokal an. Zeit für eine kurze Vorschau auf die Begegnungen. Los geht’s!
Arminia Bielefeld - Bayer 04 Leverkusen (Di, 01.04., 20:45 Uhr)
Im ersten Halbfinale trifft Arminia Bielefeld, der Underdog aus der dritten Liga, gegen den amtierenden Meister aus Leverkusen. Bielefeld ist mittendrin im Aufstiegsrennen der dritten Liga und steht aktuell auf dem vierten Platz. Leverkusen hingegen konnte sich von der kürzlichen Niederlagen-Serie erholen und holte zuletzt wieder zwei wichtige Siege in der Liga. Im Pokal in Bielefeld zu gewinnen, ist nicht einfach, aber wenn es eine Mannschaft kann, dann Leverkusen.
Tipp: Leverkusen kommt weiter
VfB Stuttgart - RB Leipzig (Mi, 02.04., 20:45 Uhr)
Eine absolut spannende Begegnung im zweiten Halbfinale, in der jeder Ausgang möglich ist. Bei den letzten beiden Aufeinandertreffen dieser beiden Vereine konnte sich jeweils der VfB durchsetzen - einmal im Januar 2024 mit 5:2 und einmal im Januar 2025 mit 2:1. Da der aktuelle Shootingstar Nick Woltemade am Wochenende geschont wurde, wird er vermutlich unter der Woche im Stuttgarter Aufgebot stehen. Beide Mannschaften sind außer Form und Stuttgart hat sogar seit sechs Spielen nicht mehr gewonnen. Leipzig hat allerdings heute den Coach Marko Rose entlassen.
Tipp: Stuttgart kommt weiter
🔎 Im Spotlight: Nick Woltemade

Bild: Tom Weller/dpa
Nick Woltemade, der Brecher ohne Baby-Face. Er ist die Sturm-Entdeckung in der diesjährigen Bundesliga-Saison schlechthin und könnte schon bald auch ein Thema für die A-Nationalmannschaft sein. Wir werfen einen Blick auf seine bisherige Karriere und schauen, wo alles anfing.
Woltemade wurde im Februar 2002 in Bremen geboren, wo er ebenfalls seine Kindheit und Jugend verbrachte. Mit fünf Jahren begann er, Fußball im Verein zu spielen - damals beim TS Woltmershausen. Als Bremer Junge war Nick natürlich Werder-Fan und durfte als Kind in Werders Champions-League-Zeit Einlaufkind sein. Mit acht Jahren wechselte er schließlich in die Jugendakademie von Werder Bremen. Er durchlief alle Nachwuchs-Mannschaften Werders und rückte in der Rückrunde 2019/20 erstmals in den Bundesligakader. Mit 17 Jahren feierte er sein Profi-Debüt und wurde damit der jüngste Bundesliga-Spieler, der jemals für Werder auflief. Mit seinen 1,98m-Körpergröße war er prädestiniert als echter Stürmer.
In der Folgesaison 2020/21 stieg Werder Bremen aus der Bundesliga ab, Woltemade blieb seiner Liebe dennoch treu. Im nächsten Jahr gelang Werder als Vizemeister der sofortige Wiederaufstieg, Nick erhielt allerdings nur vereinzelt Spielminuten.
Zur Saison 2022/23 ging es für Woltemade auf Leih-Basis zur SV Elversberg in die dritte Liga, um Spielpraxis zu sammeln. Die Saison war ein großartiger Erfolg, zu der er zehn Tore und neun Vorlagen beisteuern konnte und Elversberg schließlich zum Drittliga-Meister schoss.
Zurück bei Werder spielte er zwar beinahe jedes Spiel, erzielte allerdings nur zwei Treffer. Im Sommer 2024 entschied er sich dann, seiner Karriere an anderer Stelle neue Würze zu verleihen und wechselte ablösefrei zum VfB Stuttgart. In der aktuellen Saison entwickelte er sich durch seinen ungewöhnlichen Spielstil und seine Körpergröße zum absoluten Shooting-Star des VfB. In bisher 25 Pflichtspielen schoss er bereits zwölf Tore und legte drei weitere auf und sorgte unter der Woche auch bei der U-21 der Nationalmannschaft für Furore, nachdem er einen Hattrick gegen die spanische Auswahl erzielte. Es war der bisher erste und einzige Hattrick seiner Karriere.
Nick Woltemade kommt zwar gebürtig aus Bremen, hat allerdings auch Verwandtschaft in seiner neuen Wahlheimat Stuttgart. Aktuell hat er einen beachtlichen Marktwert von 17 Millionen Euro und macht mächtig Spaß. Mit seinen 23 Jahren hat er definitiv das Zeug dazu, sich zu einem Top-Stürmer zu entwickeln und - wer weiß - vielleicht sogar im deutschen WM-Kader im nächsten Jahr dabei zu sein. Der Mann macht einfach Laune!
🌐 Hertha-Update 🌐

Bild: Soeren Stache/dpa
Nach dem starken 1:5-Auswärtssieg in Braunschweig vor der Länderspielpause krönte Hertha den Aufwärtstrend am gestrigen Samstag mit einem 3:1-Heimsieg gegen den Karlsruher SC. Es war der erste Heimsieg seit 164 Tagen, der endlich ein wenig mehr Ruhe in die Saison bringen sollte. Fabian Reese glänzte erneut durch sein fabelhaftes Engagement und erzielte zwei sehenswerte Tore. Das dritte Tor schoss der eingewechselte Joker Luka Schuler.
Seit der Umstellung der Grundformation von einer Vierer-Kette zur Dreier-Kette in der Offensive, respektive zur Fünfer-Kette in der Defensive, scheint das Hertha-Spiel eine völlig neue Dynamik bekommen zu haben. Die Stabilität in der Defensive verbesserte sich deutlich, seitdem Stefan Leitl mit Márton Dárdai, Toni Leistner und Linus Gechter drei Innenverteidiger auf den Platz schickt.
Vor den letzten sieben Saisonspielen darf jetzt trotzdem nicht nachgelassen werden, denn die Mannschaften im Tabellenkeller punkten weiterhin fleißig. Hertha steht nun bei 32 Punkten und hat die nächsten entscheidenden Spiele vor der Brust. Schon nächstes Wochenende geht es für die Berliner für das letzte Topspiel der Saison zum 1. FC Köln. Nachdem es in dieser Saison bereits zwei Niederlagen gegen den Effzeh gab - in der Liga und im Pokal-Achtelfinale - hat Hertha nun die Chance, die Kölner im Aufstiegsrennen zu ärgern.
Coming up:
📅 Sa, 05.04., 20:30 Uhr: 1. FC Köln vs. Hertha BSC (auswärts)
📅 Sa, 12.04., 13:00 Uhr: Hertha BSC vs. SV Darmstadt 98 (heim)
📅 So, 20.04., 13:30 Uhr: SSV Ulm vs. Hertha BSC (auswärts)